Stay updated. Follow me on instagram. 

  • Instagram - Black Circle

 

 

Nächtlicher Spaziergang

 

 

 

 

Instagram

 

 

 

 

The "Lucky" One

Bei dir läuft eigentlich immer alles gut, nicht? Ja bestimmt. Alles ist gut. Alles beim Alten. Alles läuft rund. Wie geschmiert. Ich hab mein Leben im Griff, zumindest erwecke ich bei dir den Eindruck ich hätte das. Vielleicht möchte ich auch gar nicht, dass du weißt, dass ich nicht alles im Griff hab. Dass ich auch nur ein Mensch bin. Dass ich zweifle. Dass ich weine. Dass ich verletzlich bin. Vielleicht halte ich dich auf Abstand. Vielleicht machen mir wahrhaftige Verbindungen Angst. Wahrhaftige Verbindungen zu anderen Menschen und die wahrhaftige Verbindung zu mir selbst. Vielleicht rede ich mir lieber ein, bei mir läuft eigentlich immer alles gut. Ja bestimmt. Alles ist gut. Alles beim Alten. Alles läuft rund.

 

 

The tears you caused 

 

 

Eyes up here 

 

 

Z´haus

 

Es war schon ihr dritter Umzug. „Du bist für immer rastlos, nicht wahr?“, fragte ihre Mutter sie beim wöchentlichen Telefonat. Mag sein, dachte sie sich. Aber ist das falsch? Ist es falsch immer Abwechslung zu brauchen? Obwohl diese Veränderung bitter nötig war. Nach drei Jahren in immer verschiedenen Wohnungen mit immer verschiedenen Mitbewohnern, endlich hatte sie einen Ort nur für sich. Sie fühlte sich aber doch etwas schlecht, so egoistisch zu sein und Platz für sich zu beanspruchen. Aber viel länger hätte sie es nicht mehr ausgehalten, ständige Unruhe um sich zu haben. Dafür war sie selbst zu unruhig. Zu rastlos, wie ihre Mutter wohl richtig erkannt hatte. Ganz alleine würde sie in Wahrheit in Zukunft aber nicht leben. Da war noch ihre Hündin. Und obwohl es Momente in ihrem Leben gab, in denen sie sich dachte, es wäre doch einfacher jetzt keinen Hund zu haben, jetzt nicht noch eine Verpflichtung zu haben. Jetzt ihrem Alter entsprechend frei zu sein. So war es doch all die Mühen wert, jedes Mal, wenn sie zur Wohnungstür herein kam, und ihre Hündin voll Freude um ihre Beine schwänzelte.

So stand sie nun also in einer leeren 40 m2 Wohnung. Ihrer leeren 40m2 Wohnung. Der Immobilienmarkler hatte sie Momente zuvor sich selbst überlassen. Mit den Wohnungsschlüsseln in der Hand sank sie zu Boden, der Blick auf den großen Baum vor ihrem Fenster gerichtet. Sie hatte zuvor das Fenster gekippt. Durch den Spalt drang das ruhige Rauschen der Blätter des Baumwipfels. Eine Träne sammelte sich im inneren Winkel ihres rechten Auges und bahnte sich den Weg ihre Wangen hinunter an den Rand ihres T-shirts. Sie konnte sich nicht erklären warum, aber sie hatte das Bedürfnis sich auf den Rücken zu legen. Einfach so am Boden zu liegen, das hatte sie schon so lange nicht mehr getan. Vermutlich schon nicht mehr seit sie ein Kind war. Und sie starrte an die weiße Decke, die losen Kabel, an die sie noch Lampen befestigen musste, mit dem sanften Rauschen im Hintergrund bahnten sich immer mehr Tränen lautlos ihre Wangen herunter. Sie lächelte.

 

 

Monster(a)

 

 

 

 

Pinselstrich

 

 

Zwei Gesichter 

Wie viele Gesichter hast du? 

 

 

Not enough

 

 

 

 

Die Tür fällt in die Angel, ihre Hündin, deren Euphorie wieder einen neuen Höhepunkt erreicht, schwänzelt um ihre Füße. Sie betritt das Schlafzimmer und entledigt sich ihrer Kleidung. Es war ein langer Tag. Es war ein anstrengender Tag. Sie fällt ins Bett. Gedankenverloren scrollt sie durch soziale Medien. Perfekte Menschen, perfekte Körper, perfekte Leben. Und alle sind sie glücklich und alle sehen sie fantastisch aus. Mühseelig richtet sie sich auf, rollt aus dem Bett, stellt sich vor ihren Spiegel und beginnt sich von allen Seiten zu inspizieren. „Ich sehe nicht so aus wie die.“, denkt sie bei sich. Ihre Fingerspitzen wandern über ihren Körper, drücken und ziehen und schieben und straffen ihre Haut. „Wenn ich jeden Tag Sit-ups mache, und laufen gehe und irgendwas mit meinen Armen mache, dann...“ Was dann? Ist sie denn dann glücklicher? Von Situps werden ihre Beine nicht länger, ihre Hüftknochen nicht schmäler, ihre Dehnungsstreifen nicht unsichtbar. Eine einzelne Träne findet ihren Weg aus ihrem Augenwinkel, ihre runden Wangen hinab auf ihr Decoltee, denn sie realsiert, dass sie immer etwas auszusetzen haben wird. Es ist nicht ihr Körper, der sie unzufrieden macht, es ist ihr Kopf. Die Art und Weise mit der sie sich im Spiegel betrachtet. Und plötzlich wünscht sie sich, sie könnte bloß mit Sit-ups etwas daran ändern.

 

 

Druckstellen

 

 

In Blüte 

Das ist es. Das muss es sein. Die Blüte meines Lebens. Nie wieder werde ich so jung sein. Nie wieder wird mein Gesicht so wenig Falten haben wie jetzt. Nie wieder werde ich so wenige graue Haare haben wie jetzt. In zehn, fünfzehn Jahren sehe ich mir vielleicht Bilder von mir mit 22 an und werde denken: „Mein Gott war ich da jung, war ich da schön.“ Aber warum mit diesem Gedanken eigentlich zehn, fünfzehn Jahre warten?

 

 

Wachstum

 

 

Selbstakzeptanz - Selbstzweifel - Selbstliebe

 

 

Was mir Kunst bedeutet.